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Schreibweise


I. Aufbau eines Stichwortkomplexes.


1. Nominativ und Infinitiv, unregelmäßige Verben; besonderer Plural; besonderer Diminutiv.

Bei den Hauptwörtern wird der Nominativ Singular, bei den Tätigkeitswörtern der Infinitiv in das Wörterbuch aufgenommen. Bei den unregelmäßigen Verben kommen der Infinitiv (Inf.), das Präteritum (Prät.) und das Perfekt (Perf.) in der Hauptzeile hinzu.

Sofern ein besonderer Plural (Pl.) vorliegt, ist dieser zu dem Hauptwort zu stellen; gleiches gilt für einen besonderen Diminutiv (Dim.). Die Eigenschaftswörter werden mit ihrer Grundform aufgenommen, bei Besonderheiten mit ihrem Adverb.

Nominativ, Infinitiv, Präteritum, Perfekt, Plural, Diminutiv, werden farblich hervorgehoben.


2. Übertragung in das Hochdeutsche.

Es folgen bei den Tätigkeitswörtern Besonderheiten bei der Bildung der Präsensform, der Präteritumsform und des Perfekts und des Imperatives, auch die besonderen Konjunktivformen. Es folgt ein Beispielsatz oder mehrere Beispielsätze, wobei das Kürzel der Ortsmundart vorauzuschicken ist, der der Beispielsatz angehört. Den Schluß bildet ein Hinweis auf die Varianten mit anderem Anfangsbuchstaben.

Die Übertragung in das Hochdeutsche wird farblich hervorgehoben.


3. Keine Sammelstichworte

Es werden keine Sammelstichworte angelegt. Also z.B. jeweils ein eigenes Stichwort für: Dälla, Soppedälla, Glosdälla, Bappdälla, Kuchedälla, Fläschdälla, etc.


4. Aufbau eines Stichwortkomlexes

Für ein und dasselbe Wort gibt es meist mehrere örtliche Variationen. Zunächst werden diese Variationen nach ihren Anfangsbuchstaben sortiert: in Klammern werden zu jedem Stichwort der/die Herkunftsorte hinzugefügt, und zwar in alphabetischer Reihenfolge. Alsdann werden die Stichworte mit gleichem Anfangsbuchstaben nach Maßgabe des Anfangsbuchstabens des Herkunftsortes gereiht. An den Schluß der Zeile mit der Übertragung ins Hochdeutsche wird ein Verweis auf die Orte mit anderen Anfangsbuchstaben gesetzt.


Beispiel:

zu F:

Fräsch (Sch), Freesche/Fresche (Bgh, Els, Sas, Sch) - Frosch, Kröte

siehe Huckel, Hückel, Heppefrosch, Kräre, Krotte, Uckel.


zu H:

Huckel (Ebr, Sch), Hückel / Hüggel (Aue, Bgh, Blb, Gkh, Rld, Sas), Heppefrosch (Alh, Die) - Frosch, Kröte.

Rld.: Wer hot da de Hüggel merrem Waggel uff'm Wosse gezosseld, gedelwed, gedängeld un gedurängelt ? siehe Fräsch, Freesche, Käre, Krotte. Odf.


zu K:

Kräre (Els), Krotte / Krodde (Fis, Gkh) - Frosch, Kröte

siehe Fräsch, Freesche, Huckel, Hückel, Heppefrosch.


zu U:

Uckel, Uggel (Bnh, Fdg, Fis, Laa, Pud), Unge (Die, Gkh) - Frosch, Kröte, Unke.

siehe Fräsch, Freesche, Huckel, Hückel, Heppefrosch, Kräre, Krotte, Unge, Onge.


II. Regeln für die Schreibweise


Keine Lautzeichen

Zu unterscheiden sind die Fragestellungen, die mit der Schreibweise einerseits und mit der Aussprache andererseits zusammenhängen. Zunächst geht es darum, das gesprochene Wort richtig aufzuzeichnen. Alsdann handelt es sich darum, das aufgezeichnete Wort gleichklingend als ein gesprochenes zu reproduzieren. Beide Ansätze sind untrennbar miteinander verbunden: die Aufzeichnung dient der Reproduktion; ihr Zweck ist die möglichst authentische Reproduzierbarkeit. Es lässt sich annehmen, dass die Aufzeichnung mit Lautzeichen die Erreichbarkeit des Zieles zwar optimieren, jedoch letztlich nicht vollständig erreichen kann. Jedenfalls setzt sie eine gründliche Schulung derjenigen, die die Lautzeichen bei der Aufzeichnung und beim Nachsprechen anzuwenden haben, voraus.

Im Folgenden sind einige die Schreibweise betreffende Regeln festgehalten, so, wie sie in dem Wörterbuch befolgt werden sollen.



Einheitliche Schreibweise und örtliche Besonderheiten

1. Die örtlichen Besonderheiten der gemeinsamen Mundart Wittgensteiner Platt sollen aufgezeichnet werden; eine Nivellierung ist zu vermeiden.

Die Entwicklung und die gegenwärtigen Verhältnisse lassen es fraglich erscheinen, ob die überkommenen mundartlichen Binnenregionen eine Zukunft haben. Freilich sind diese Regionen noch fest im Bewusstsein der Wittgensteiner Mundartsprecher verankert. Die erhebliche Zuwanderung, die moderne Flexibilität, die Wandlung von der bäuerlichen Gesellschaft zur Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft, die allgegenwärtige und durchdringende Ausstrahlung der Medien und Kommunikationsmittel mit ihrer kulturübergreifenden, nivellierenden Tendenz zu Internationalität und Globalität - all dies bewirkt ein Schwinden der Mundart selbst im privaten, familiären Bereich und relativiert zugleich die Bedeutung der mundartlichen Sprach- und Binnenregionen.

2. Bei gleicher Bedeutung und Sprechweise sollen unterschiedliche Schreibweisen möglichst vermieden, aber auch nicht als falsch behandelt werden.

Soweit es sich nicht um örtliche Besonderheiten handelt, sollten unterschiedliche Schreibweisen möglichst vermieden, jedoch auch nicht als »falsch« abgetan werden. Hier im Rahmen des Mitmachwörterbuches zu einer plausiblen, allgemein akzeptablen einheitlichen Schreibweise zu gelangen, ist eine Aufgabe der Redaktion; dabei könnte es auch darauf ankommen, dogmatisierende Standpunkte zu vermeiden.


Beispiel: G. Hippenstiel notiert in Wittgenstein III, für den Marienkäfer nebeneinander: »Herrgottsdiache (Bes, Scha), Herrgöttsdierche (Gr, Sas), Hansgadierche (Fi) Golddieache (Gi).« Bei der Schreibweise »Diache« versus »Dierche« handelt es sich wohl eher um eine unterschiedliche Haltung zur

r-Vokalisierung und nicht um örtliche Besonderheiten: die einen neigen zur Anlehnung an den akustischen Klang, die anderen zur Anleihe bei der hochdeutschen Schreibweise. Keine der genannten Schreibweisen kann als »falsch« bezeichnet werden.


Beispiel: Schreibt man »Chräsdag« mit »k« (»Kräsdag« ?) oder »ch«, was

in Anlehnung an das Hochdeutsche üblich und auf die Herkunft aus dem Altgriechischen bzw. Lateinischen zurückzuführen ist: ho christos = Christ(os)= Christus, der Gesalbte, d.h. Geburtstag des Gesalbten, Christtag, Weihnachten. Schreibt man dieses Wort mit »e« (»Chresdag«) oder mit ä (»Chräsdag«) ?

Ob man »-daag« mit »aa« oder mit »a« schreiben sollte, gehört zu den Fragen,

die mit den langen Vokalen zusammenhängen. Diese Varianten findet man, wobei anzunehmen ist, dass das Wort wittgensteinweit gleich ausgesprochen wird und gleiche Bedeutung hat. Eine Verständigung auf die Schreibweise »Chräsdaag« scheint nahezuliegen, vorausgesetzt, man hat sich dafür entschieden, »Daag« mit doppeltem »aa« zu schreiben. Ob man »daak« oder »daag« schreibt, hängt mit der Schreibweise der Konsonanten zusammen.


Hochdeutsche Schriftsprache und Verschriftlichung der Mundart

1. Es werden nur die Schrift- und Interpunktionszeichen verwendet, die auch im Hochdeutschen gebräuchlich sind.
Grundlage der Aufzeichnung sind die 25 Buchstaben des lateinischen Alphabets. Mit den Ansätzen von Bernd Stremmel (Berghäuser Wörter, S. 619), im Wesentlichen auch von Chr. Hackler (Feudingen, S. XII ff.) und Dieter Möhn (Aufbau, S. 370 ff. vgl. aber auch die Modifikationen bei den Genannten) wird auf die Verwendung einer der Lautumschriften, wie sie in der wissenschaftlichen Mundartforschung üblich sind, verzichtet. Es kommt darauf an zu versuchen, die Mundart (möglichst) für jeden »schreibbar« und »lesbar« zu halten.


2. Liegt eine Anlehnung an die hochdeutsche Schriftsprache nahe, soll sie gesucht und bevorzugt werden, um die Lesbarkeit zu erleichtern und Verfremdungseffekte zu vermeiden.
Beispiele:
»
ech« - hochdeutsch: »ich« (nicht »esch«)
»
dichte« - (nicht »dischte«, hochdeutsch: dicht, dichten)
»
mohle« - hochdeutsch: »mahlen« = Korn mahlen (nicht »moole«)
»
Chräsdaag«, siehe vorstehend Buchst. b; Deisch, Dösch oder Desch = Tisch

 

Kurze Vokale

1. Die Kürze eines Vokales (a, e, i, o, u) kann in der Verdoppelung
des nachfolgenden Konsonanten Ausdruck finden.
z.B.
alleweil, bedreppelt (betrübt),
Borre (Boden)
annere (andere)
frässe (fressen)

 

2. Bei kurzen, wenig betonten Wörtern findet eine Verdopplung nicht statt.
z. B.
bes (bis), dos (das), wos (was)

 

Lange Vokale

1. Lange Vokale können durch Verdoppelung des Vokales, durch angehängtes Dehnungs-h oder durch ein Dehnungs-e kenntlich gemacht werden.
z.B.
muule (ein Bild malen)
schee (schön)
Johr, Juhr (Jahr)
Brieh (Brühe)
diep (tief)

 

2. Das Dehnungs-h steht nur in solchen Wörtern,
deren hochdeutsche Entsprechungen es enthalten.

z. B.
Mehle (Mühle)
mohle (Korn mahlen)
Stuehl (Stuhl)
Kueh (Kuh)


3. Das lange i wird in der Regel »ie« geschrieben.

z. B.
schiewe (schieben)
Griewe (Grübchen)

Die Kombination einer Längung durch »ie« mit
einer Längung durch »h« ist nicht ausgeschlossen.

z.B.
mieh (mehr)
Brieh (Brühe)

Lange Vokale werden gelegentlich auch kraft Tradition ohne Verdoppelung geschrieben (z. B. »ö« - auch).

(Plausibel ist auch die Kennzeichnung langer Vokale durch einen Querstrich über dem jeweiligen Vokal ā, ē, ī, ō, ū; jedoch wird diese Möglichkeit nicht von allen Schreibprogrammen unterstützt.)



Die Gepflogenheiten der mundartlichen Literatur sind zu berücksichtigen.

vgl. zu den vorstehenden Regeln auch: Regeln für plattdeutsche Rechtschreibung.

Bei: SASS. Plattdeutsches Wörterbuch. Plattdeutsch - Hochdeutsch. Hochdeutsch - Plattdeutsch. Bearb. von Heinrich Kahl und Heinrich Thies. 6. Aufl. Neumünster: Wacholtz 2011.

 

r - Vokalisierung

Ebenso wie im Hochdeutschen – wohl eher ausgeprägter – vokalisiert die Mundart »r« gegen »a«. Da sie wesentlich stärker als das Hochdeutsche durch das gesprochene Wort geprägt ist, liegt es nahe, die von Möhn und Stremmel angewandte Schreibweise vorzuziehen, also z. B.: »fea(r)«, nicht fer (für), »wua(hr)«, nicht wur (wahr), »Dia(r)«, nicht Dier (Tier). Der Annäherung des geschriebenen Wortes an das gesprochene Wort konkurriert allerdings mit einem Verfremdungseffekt im Verhältnis zu dem hochdeutschen Schriftbild, den diese Schreibweise zur Folge haben kann; dies wird an dem Wort »Dia« deutlich, das sich außerdem mit »Dia« (=Lichtbild) überschneidet. Möglicherweise hängt es von einer Abwägung im Einzelfalle ab, welcher Schreibweise der Vorzug zu geben ist. Dabei kann auch die Tradition eine Rolle spielen, sofern eine solche festgestellt werden kann, z.B. in der mundartlichen Literatur.

 

Einzelne Fragen

1. Der unbestimmte Artikel ist überall »e«, »en«, »nem«, »ner« und »ne« zu schreiben.
e – ein, eine. Kurzes, unbetontes »e«, unbestimmter Artikel, f., n., Nominativ. »e Fraa, e Känd« (eine Frau, ein Kind)
en – ein. Kurzes, unbetontes »e«, unbestimmter Artikel, m., Nominativ.
»
en Mann (ein Mann);
dos ärren Mann! (das ist ein Mann!);
»
su en Daag!« (so ein Tag!)
nem – einem. Kurzes, unbetontes »
e«, unbestimmter Artikel, m. n. Dativ.
»
De Schüh vo nem Mann, nem Känd
(Die Schuhe eines Mannes – wörtl.:
von einem Mann, eines Kindes – wörtl.: von einem Kind)
ner/na – einer. Kurzes, unbetontes »e« bzw. »a«, unbestimmter Artikel, f., Dativ. »Saa dos muul ner/naFraa
(Sag das einmal einer Frau!)
Beachte gleichlautend:
en – ihn, welchen. z.B.
Wun.: »
Äs noch Käse du? Jo, mer hunn en.
(Ist noch Käse da? Ja, wir haben noch welchen.)
Hem.: »
Host dü en ö gesäh
(Hast du ihn auch gesehen?)


2. Das Zahlwort »eins« ist überall »ee«, een, eenem, eener, eens« zu schreiben.
Dies gilt auch für zusammengesetzte Wörter und Wörter, in denen »
ee« (eins) anderweitig Bestandteil ist.
Ee, een, eenem, eener, eens – ein, eine, einem, einer, eins, eins. Langes betontes »e«. Zahlwort.
»
Mer hon een Junge un zwee Maare.«
(Wir haben einen Jungen und zwei Mädchen.)
»
Dos hot ee Appelsine gässe.
(Sie hat eine – einzige – Apfelsine gegessen.)
»
Se hon nür ee Küh.«
 (Sie haben nur eine - einzige - Kuh.)
»
Hie ged’s nür ee Geschäft.«
(Hier gibt es nur ein – einziges - Geschäft.)
»
Mer hon nür med eenem –ennzije- Junge, eener – eenzije - Küh, eenem - eenzije - Maadche ze dünn.«
(Wir haben es nur mit einem einzigen Jungen,
einer einzigen Frau, einem einzigen Mädchen zu tun.)
eefach – einfach;
eemuul – einmal
Beachte: Gelegentlich kann fraglich sein, ob es sich um den unbestimmten Artikel oder um das Zahlwort handelt. Kann der Satz mit »
eenzich, eenzijje« ergänzt werden, handelt es sich um ein Zahlwort.


3. Die Ortsbezeichnung »in« ist überall »ee« zu schreiben.
Dies gilt auch für Wörter, in denen »ee« (in) Vorsilbe oder sonst Wortbestandteil ist.
ee-in. Langes betontes »e«.
Hem.: »
Ee dämm Jipp ärre Briebdasche.«
(In dieser Jacke ist eine Brieftasche.)
Wun.: »
Da Vadder äss ee de Stoodt gefohre. Hä wärd woll ee zwee Stunne werra do sei.« (Vater ist in die Stadt gefahren. Er wird wohl in zwei Stunden wieder da sein.)
Die Schreibweise »
eh« scheidet aus, weil das Längungs-h in dem entsprechenden hochdeutschen Wort nicht vorkommt (Birkefehler Schreibregeln)
nee – hinein.
Hem.: »
Gemma nee ee de guüre Stuwwe?«
(Gehen wir hinein in die gute Stube?)


4. Der hochdeutschen Endung »-er« entspricht in der Regel ein »-a«.
In der Regel spricht man das Buchstabenpaar (Endungs-) »er« wie im Hochdeutschen als kurzes »a«. Ebenso wie das gesprochene Hochdeutsch – eher ausgeprägter – vokalisiert die Mundart »r« gegen »a«. Da sie wesentlich stärker als das Hochdeutsche durch das gesprochene Wort geprägt wird, liegt es näher, Stremmel und Möhn zu folgen, also z. B. »
fea(r)« (nicht fer – für), »wua(r)« (nicht wur - wahr), »Dia«(nicht Dier – Tier) zu schreiben. Allerdings wird zu berücksichtigen sein, dass übermäßige Verfremdungseffekte auch hier vermieden werden sollten und eine abweichende Tradition – sofern aus dem mundartlichen Schrifttum belegbar – zu berücksichtigen sind.

Es ist auch nicht auszuschließen, dass die Schreibweise »-er« im einzelnen Falle dem gesprochene Wort näher steht als ein »a«. Die Schreibweise mit »-a« kann daher nur die Regel bilden und duldet (begründungspflichtige) Ausnahmen.


Beispiele:

jeher (Fdg)            – jeher (-er steht dem gesprochenen Wort näher.)

Jehonga (Fdg)        – Jähunger Jehrlingsdiache, Jehrlingsdiacha (Fdg)
das, die Jährlingstierchen

Jibbcha (Hem)        – Jacken (Plural)

Joma (Fdg)            – Jammer

Juckpulva (Gkh)      – Juckpulver

Quatscha (Wun)     – Quatscher

quäa (Bgh, Hem)    – quer

Aala                    – Alter

Arwa                    – Arbeiter

Ägga                    – Acker

Alla                     – Eltern

Nära                    – nieder

Arja                     – Ärger

Awwa                   – aber

Dalla                    – Teller

Dicha                   – Tücher

Drewwa                – drüber


5. Die Länge eines Umlauts wird nicht besonders ausgewiesen.

Der Umlaut wird nicht verdoppelt und auch nicht mit »h« gelängt.

Das Verdoppelungsverbot gilt nur für die hier angewandte Schreibweise (ae, oe, ue), nicht dagegen, falls man ä, ö, ü schreibt.

Bei der in dieser Online–Fassung nicht vermeidbaren Schreibweise (ae, oe, u) wirkt die Verdoppelung meist irritierend und eher als Karikatur aees, oeoe).

Sie unterbleibt also. Das wirkt sich kaum nachteilig aus, da die Umlaute in der Regel von Natur lang sind. Die wenigen kurzen Fälle nötigen nicht dazu, den langen Regelfall besonders zu kennzeichnen.


6. Alertshausener, Feudinger und Wunderthausener Varianten:

Die Schreibweise für die Wunderthausener Varianten lehnt sich an Christa Homrighausen, Wunderthäuser Dialektarchiv, an.

Die Schreibweise für die Alertshausener Varianten folgt in der Regel Karl Zoll, Mundart in Alertshausen im Wittgensteiner Land.

Die Schreibweise für die Feudinger Varianten ist in der Regel Christian Hackler, Feudingen in seiner Mundart, entnommen.